Absatzkrise trifft belgische Autobranche

Die belgischen Automontagewerke bekommen die Absatzkrise in der Automobilindustrie voll zu spüren. Eine Übersicht ergab, dass die vier großen Hersteller, Ford, Volvo, Opel und Audi in der ersten Jahreshälfte rund 140.000 Autos weniger verkauften als im letzten Jahr.
Das ist ein Rückgang von mehr als 35 %. Den stärksten Einbruch gab es beim Opelwerk in Antwerpen. Dort ging die Produktion seit Jahresbeginn um fast 50 % zurück.

Bei Ford Genk liefen in der ersten Jahreshälfte 46 % weniger Autos vom Band. Bei Volvo in Gent belief sich der Produktionsrückgang auf 17 %. In der Regel wird die gesunkene Produktion mit Kurzarbeit aufgefangen.

Einzige Ausnahme bildete das Audi-Werk in Brüssel. Im 1. Quartal ging die Produktion zwar um 35 Prozent zurück, anschließend lief die Fertigung aber wieder auf vollen Touren.

Die dort produzierten Modelle Volkswagen Polo und Audi A 3 profitierten von der Abwrackprämie in Deutschland, Frankreich und Großbritannien.