Klage gegen Asyl-Behörde

Fedasil, die Behörde, die Asylbewerber unterbringen soll, ist verklagt worden. Einmal mehr mussten Asylbewerber die Nacht unter freiem Himmel verbringen. J Für jeden Antragsteller, der nachts noch auf der Straße bleiben muss, werden 500 € Zwangsgeld fällig.
Das flämische Flüchtlingswerk und die wallonische Flüchtlingsbewegung Ciré haben Fedasil wegen wiederholtemr Nichtunterbringung von Asylbewerbern verklagt und bekamen Recht.
Die Nacht zum Freitag mussten 51 Asylbewerber unter freiem Himmel verbringen, denn Fedasil fand keine Möglichkeiten, sie irgendwo unterzubringen. 33 von ihnen klagten gemeinsam mit den Flüchtlingswerken gegen diesen Umstand.

Für die Behörde ist das Maß voll. Fedasil fordert von der belgischen Bundesregierung und von der Ausländerbehörde endlich mehr Platz in den vorgesehenen Auffangzentren. „Die Situation ist nicht länger haltbar“, so eine Sprecherin von Fedasil in Brüssel.

Nach dem Urteil von Freitag will Fedasil keine Asylbewerber mehr betreuen und deren Formulare abfertigen. Schon jetzt hat die Behörde keinen Platz mehr für alle Antragssteller. Derzeit sind etwa 1.000 von ihnen in Übergangswohnheimen, Obdachlosenzentren oder sogar Hotels untergebracht worden.

Im Laufe des Freitags beschloss Fedasil dann doch 38 der 51 seit Donnerstag obdachlosen Asylbewerbern ein Unterkommen zu bieten.

In Mechelen hat unter dessen das Rote Kreuz ein Zeltlager für betroffene Flüchtlingsfamilien mit Kindern eingerichtet.