Vier Frauen und fünf Männer für Flandern

Die neue flämische Regierungsmannschaft steht. In der Nacht zum Samstag - also pünktlich zum flämischen Nationalfeiertag - wurden die Namen der neun Minister bekannt gegeben. Darunter sind auch verschiedene echte Überraschungen.
Vier Frauen und fünf Männer bilden die neue flämische Regierung. Darauf einigten sich vergangene Nacht die drei Koalitionsparteien, die christdemokratisch CD&V, die sozialistische SP.A und die flämischen Nationaldemokraten N-VA.
Die größte dieser drei Parteien, die CD&V stellt neben dem Ministerpräsidenten Kris Peeters (Foto oben) noch den Limburger Jo Vandeurzen, die bisherige Ministerin Hilde Crevits und die Newcomerin Joke Schauvliege. Diese 39-jährige hatte mit einem erstaunlich guten Wahlresultat in Ostflandern überzeugt.

Die SP.A stellt drei Minister. Nicht mehr mit dabei ist der bisherige Bildungsminister Frank Vandenbroucke (auf dem Foto mit Parteichefin Gennez), der sich mit seiner Parteispitze überworfen hatte.

Auch die SP.A ist mit zwei Ministerinnen vertreten. Freya Vanden Bossche macht ihr Comeback in einer Regierung.

Für die Überraschung sorgt Ingrid Lieten. Die 42-jährige war bisher die Managerin der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn. Sie gilt als eine der einflussreichsten Geschäftsfrauen Flanderns. Dritter SP.A Minister ist der Brüsseler Pascal Smet.

Auch die N-VA tritt mit einem neuen Namen an. Minister wird neben Geert Bourgeois auch Philippe Muyters, der bisherige Geschäftsführer des flämischen Arbeitgeberverbands VOKA.

Die N-VA stellt mit Jan Peumans auch den flämischen Parlamentsvorsitzenden. Bart De Wever bleibt der Parteivorsitzende.