Erderwärmung: Mehr Tote, weniger Heizung

Nach der Studie einer belgischen Handelswissenschaftlerin können die Belgier in den kommenden Jahrzehnten viel Geld bei der Heizung sparen. Die Erderwärmung durch den Klimawandel bringt demnach Positives für den privaten Geldbeutel. Doch für viele ältere Mitbürger bringen wärmere Temperaturen Probleme bis hin zur Lebensgefahr mit sich.
Die gerade frisch diplomierte Handelsingenieurin Evelien Cochez widmete ihre Masterarbeit der Kostenentwicklung durch die klimatischen Veränderungen in Belgien.
Nach Angaben der flämischen Sonntagszeitung „Het Nieuweblad op Zondag“ leistete Cochez hier Pionierarbeit, denn sie sei bisher die erste, die sich dieses Thema in Belgien angenommen habe.

Positiv an Klimawandel und Erderwärmung sei, dass die belgischen Bürger in Folge des Treibhauseffektes bis etwa 2050 ihre Heizkostenrechnung um gut ein Drittel senken können - wenn die Energiepreise mehr oder weniger so bleiben, wie sie jetzt gerade sind. Evelien Cochez errechnete, dass bis zu dem genannten Zeitpunkt die Energiekosten in Belgien um 17.000 Millionen € (!) sinken werden.

Lebensbedrohlich für Menschen im Rentenalter

Negativ an dieser Entwicklung sind Folgeerscheinungen, wie Luftverschmutzung, Trockenheiten und drohende Überschwemmungsgefahren. Cochez untersuchte auch die Sterbeziffern durch den Impact der steigenden Temperaturen in Belgien.

Bis etwa 2090 sollen durchschnittlich bis zu 18.840 Menschen mehr pro Jahr sterben. Im Gegensatz zu heute würden demnach weitaus mehr Menschen an den Folgen von Hitze, als an den Folgen von Kälte sterben. Hier seien dann besonders Menschen über 65 Jahre betroffen.