Zeltlager für Asylsucher

24 Asylsucher haben in der Nacht zum Sonntag in einem Zeltlager des Roten Kreuzes in Mechelen übernachtet. Im Laufe der kommenden Woche könnte die Zahl der Lagerinsassen weiter steigen.
Der Grund für die Errichtung eines solchen Zeltlagers liegt bei der Knappheit an Unterbringungsmöglichkeiten für in Belgien ankommende Asylsucher durch Fedasil, der staatlichen Auffangbehörde für Neuankömmling im Land.
In der vergangenen Woche hatten verschiedene belgische Asylvereinigungen Fedasil verklagt, nach dem mehrere Familien, die in Belgien um Asyl baten, die Nacht auf der Straße verbringen mussten.

Zudem lähmt ein Streit innerhalb der belgischen Bundesregierung eine schnelle Lösung des Problems. Allerdings soll bis zum 21. Juli eine Regelung getroffen werden, hieß es aus Regierungskreisen.

Das flämische Rote Kreuz rechnet in der kommenden Woche mit rund 100 Asylsuchern im neuen Zeltlager von Mechelen.

Derweil haben obdachlose Asylsucher in Brüssel wieder zwei leerstehende Gebäude besetzt.

Letzte Woche hatten die Behörden mit Hilfe der Polizei mehrere besetzte Gebäude auf Anfrage der Besitzer geräumt.