Gents Hafen verliert fast 30 % des Umschlags

In der ersten Hälfte dieses Jahres sind die Umschlagszahlen für Waren und Güter im See- und Scheldehafen von Gent merklich gesunken. Der Hafen verlor fast 30 % seines Gesamtumschlags.
Vor allem die für den Genter Hafen wichtigen Bereiche der Stahl- und Autoverladung sorgten in den vergangenen Monaten für gesunkene Umschlagszahlen.

Der Genter Hafendezernent Sas Van Rouveroy (Open VLD) sagte, dass der Hafen von einem Extremen ins andere gerät: „Die ersten sechs Monate des Jahres sind sehr schlecht. Zumal die ersten sechs Monate des Jahres 2008 außergewöhnlich gut waren.“

Der Zusammenbruch des Automarktes in Europa und auch der drastische Rückgang der internationalen Nachfrage nach Stahl erschütterten die Aktivitäten des Hafens in Gent bis ins Mark. Hoffnung bietet allerdings das Vorhaben des Stahlkonzerns Arcelor-Mittal, den zweiten Hochofen am Standort Gent wieder in Betrieb zu nehmen.

Gestiegen sind die Verladezahlen allerdings in den Ausfuhrbereichen flüssige Güter und Baustoffe, doch dies machte die Rückgänge andernorts bei Weitem nicht wett.