Kein Pardon mehr bei Knöllchen

Belgier und Franzosen, die im Nachbarland einen Strafzettel für zu schnelles Fahren erhalten, müssen ihre Geldstrafe in Zukunft zahlen. Der Ministerrat hat einen französisch-belgischen Vertrag gutgeheißen, der beiden Ländern gestattet die Datenbank der Kfz-Nummernschilder des jeweiligen anderen Landes einzusehen.
Anhand dieser Daten können die Länder Fahrer, die wegen zu hoher Geschwindigkeit geblitzt werden, identifizieren.
Die neue Regelung ist das Ergebnis von Klagen mehrerer Bürgermeister touristischer Städte wie Brügge und Kortrijk. Während der Tourismussaison werden zahlreiche Franzosen wegen zu schnellen Fahrens, falsch Parkens und anderer Verstöße gegen die Verkehrsordnung auffällig. Bis vor Kurzem hatten die belgischen Behörden nicht die Möglichkeit, die Franzosen für ihre Verstöße zur Kasse zu bitten.

Der jetzt unterzeichnete internationale Vertrag beruht auf Gegenseitigkeit. Die in Frankreich erwischten belgischen Verkehrssünder kommen auch nicht mehr davon.

Ab 2010

Das Abkommen tritt 2010 in Kraft.
Belgien bereitet ein ähnliches Abkommen mit den Niederlanden und Luxemburg vor.