Der König plädiert für Ethik im Finanzwesen

Das Staatsoberhaupt legte auch Nachdruck auf ein qualitätsvolles Unterrichtswesen und eine effizientere Berufsausbildung. Albert II. wies auch auf die Notwendigkeit einer weiteren Staatsreform hin.
"An diesem Nationalfeiertag denke ich zuerst an jene, die infolge der internationalen Wirtschaftskrise ihre Arbeit verloren haben. Viele Menschen und ihre Familien werden auf eine harte Probe gestellt. Die sozialen Folgen der Krise fordern ein Eingreifen auf verschiedenen Ebenen", so der König zum Auftakt.
Der König legt die Schuld für die Krise größtenteils bei der ethischen Verantwortungslosigkeit in Finanz- und Wirtschaftskreisen.

"Viele Verantwortungsträger haben dem Druck der Märkte nachgegeben, um kurzfristig stets höhere, irrealistische Profite zu erzielen, die nicht im Verhältnis zum realen Markt stehen."

König Albert II. plädierte auch für eine Reform der Managergehälter.

Reform des Unterrichtswesen und der Institutionen

Das Staatsoberhaupt legt auch Nachdruck auf eine Aufwertung des Schulunterrichts und eine effizientere Berufsausbildung. Neue Technologien und umweltfreundliche, Energie einsparende Technologien seien zu bevorzugen.

"Um die Krise in Belgien zu bewältigen, sollten wir unsere Institutionen neu ordnen. Eine Staatsreform, die den Gliedstaaten mehr Verantwortung gibt, die die unerlässliche Solidarität verstärkt und dem Föderalstaat mehr Effizienz in den von ihm verwalteten Bereichen beschert, sind wichtig, um die zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen."