Viele Ausländer = mehr gemischte Gefühle

Seit 2002 ist die Anzahl der Ausländer in Flandern mit 30 % gestiegen und liegt jetzt bei 5,8 % der Bevölkerung. Die Flamen reagieren mit gemischten Gefühlen.
Der Prozentanteil ist mit der Entwicklung in den Nachbarländern vergleichbar. Das meldet das flämische Statistikamt VRIND.

Die Einstellung der Flamen gegenüber mehr Diversität hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht geändert. Männer, Jugendliche und Personen mit einer höheren Schulausbildung sind im Durchschnitt toleranter.

Wenig tolerant

Die Hälfte der Flamen sagt, dass die Anwesenheit von Migranten eine Bereicherung für das Zusammenleben darstelle.

Ein Viertel findet, dass sie mehr Wohlstand schaffen.

Ein Viertel der Flamen bleibt aber sehr misstrauisch. Die Toleranzschwelle für das Tragen eines Kopftuchs ist von 25 auf 20 % gesunken. Ein Drittel der flämischen Bevölkerung steht islamischen Menschen ausgesprochen negativ gegenüber. Neun von zehn Flamen sagen, dass Ausländer sich unserer Kultur anpassen müssen.

Produktiv

Aus den VRIND-Zahlen geht auch hervor, dass die Arbeitsproduktivität in Flandern 30 % über dem europäischen Durchschnitt liegt. Ein Arbeitgeber bekommt in Flandern für den gleichen Lohn 30 % mehr Leistung. Der Vorsprung schrumpft wohl.

Vergleicht man die Anzahl effektiv Erwerbstätiger und die Anzahl junger Unternehmer in Flandern und Europa, schneidet Flandern schlechter als der Durchschnitt ab.