Uran im Grundwasser von Ukkel

Im Grund- und Regenwasser in der Gegend des Brüsseler Stadtteils Ukkel wurden erhöhte Uranwerte festgestellt, wie die Bundesagentur für Nuklearkontrolle (FANC) meldete. Ein Gesundheitsrisiko geht von dem Uran nicht aus, wenn man das Wasser nicht trinkt, so die Behörde.
Die erhöhten Uranwerte stellte die regionale Wassergesellschaft Vivaqua fest. Nach deren Angaben kommt das betroffene Wasser aus einem Reservoir und dient dazu, zwei Schulen mit fließendem Wasser für Duschen und Toiletten zu versorgen.

Doch auch in einem nahegelegenen Weiher und im Grundwasser einer weiteren Schule wurden die erhöhten Werte festgestellt.
Eine Sprecherin der FANC gab an, dass es sich hierbei um natürliches Uran handele. Ein Gesundheitsrisiko habe zu keiner Zeit bestanden, denn die Schulen hätten das Wasser nicht als Trinkwasser benutzt, sondern lediglich als Dusch- und Klospülwasser.

Mittlerweile wurde den betroffenen Schulen allerdings geraten, weder Grund- noch Regenwasser zu nutzen, auch nicht zum Versorgen der schuleigenen Kleingartenanlagen. „Wenn alle Sicherheitsrichtlinien respektiert werden, bestehen von radiologischem Standpunkt her keine Gefahren für die Gesundheit der Schulkinder oder der Bewohner des Viertels.“, so die FANC.

Die Strahlenschutzbehörde untersucht jetzt gemeinsam mit der Brüsseler Umweltbehörde die Gründe der erhöhten Strahlen- und Uranwerte in Ukkel.