Weniger Verkehr und trotzdem gleich viel Stau

Die hohen Treibstoffpreise in 2008 und die Wirtschaftskrise haben die Verkehrszunahme stark gebremst. Das Verkehrsaufkommen in den Stoßzeiten ist aber gleich geblieben. Das ist die Schlussfolgerung des flämischen Automobilistenverbandes VAB aufgrund eigener Untersuchungen und Vergleichen mit statistischen Erhebungen der Flämischen Gemeinschaft.
Der Lkw-Verkehr ist Anfang 2009 um 20 % zurückgegangen. Gegenwärtig liegt der Rückgang bei 7 bis 10 %.
In der ersten Jahreshälfte ist die Zahl der Personenwagen auf den Autobahnen wohl noch leicht gestiegen. Wie im Jahre 2008 ist die starke Zuwachsbewegung der letzten Jahre jedoch gestoppt.

Die höheren Treibstoffpreise und die Wirtschaftskrise haben das Verkehrsaufkommen während der Stoßzeiten jedoch nicht negativ beeinflusst.

Der Grund liegt darin, so die VAB, dass die Pkws die Lücken, die der sinkende Lkw-Verkehr während der Stoßzeiten hinterlässt, auffüllen.

Bei einem wirtschaftlichen Aufschwung erwartet die VAB, dass der Personen- und Güterverkehr auf den Straßen stark zunehmen wird. Der Automobilistenverband stellt sich die Frage, ob Flandern ausreichend auf diese Entwicklung vorbereitet ist.