Enttäuschende Tour für die Belgier

Die belgischen Fahrer sind eine armselige Tour de France gefahren, so urteilt Patrick Lefevere, Manager des Quick-Step-Teams. Eine einzige Ausnahme: Jurgen Van den Broeck (Silence-Lotto), der Fünfzehnter der Gesamtwertung wurde.
Mit seinem 15. Platz hat Jurgen Van den Broeck (Foto) die Ehre gerettet. Nach einem schwierigen Start (Sturz in Montpellier) konnte sich der Fahrer aus dem flämischen Morkhoven in den Alpen beweisen.

Hätten nur die Zeit- und Bergetappen gezählt, wäre Van den Broeck sogar Neunter geworden, besser als Cadel Evans, für den er eigentlich als Wasserträger im Dienst war.
Maxime Montfort (Columbia) wurde 27. und gehörte dem besten Team der diesjährigen Tour de France an.

Für Stijn Devolder ist die Bilanz weniger brillant. Der Gewinner der Flandern-Rundfahrt war bei der Frankreich-Rundfahrt abwesend.

Tom Boonen, auf den noch Hoffnungen für Sprintsiege gesetzt waren, musste wegen Krankheit aufgeben und gewann keine einzige Etappe.

Wo bleiben die Belgier?

Der Manager des Radrennstalls Quick Step sieht den Grund für die belgische Blässe bei der Tour darin, dass die Belgier zu viele zweitrangige Rennen fahren.

Wie viele Belgier haben noch das Niveau, um bei der Tour de France zu fahren? Alle wollen mit 20 Jahren Profi werden, um in zwei Jahren bei Topsport Flandern starten zu können. Und danach? Wo bleiben die Hoffnungen", fragt sich Lefevere.

Das Quick-Step-Team hat seine Tour komplett vermasselt: "Dass Boonen nichts konnte, wissen wir schon. Aber die Leistungen von Stijn Devolder waren zu schwach. Wenn ich ein Geschäftsmann wäre, würde ich mein Geld zurückfordern."