OECD: Belgien keine Steueroase mehr

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Belgien von der sogenannten Grauen Liste der Steueroasen gestrichen. Somit gehört Belgien zu den Ländern, die die international vereinbarten Steuerregeln umgesetzt haben.
Die Graue Liste war im April eingerichtet worden, um Druck auf sogenannte Steueroasen auszuüben. Sie umfasst die Staaten, die eine Zusammenarbeit in Steuerfragen bereits in Aussicht gestellt, aber noch nicht umgesetzt haben.

Belgien wurde von dieser Liste gestrichen und gehört demnach jetzt zu den Ländern, die die international vereinbarten Steuerregeln im Wesentlichen umgesetzt haben, wie aus dem zuletzt am 24. Juli aktualisierten Verzeichnis der Pariser Organisation hervorgeht.

Belgien hatte zuvor die OECD-Kriterien erfüllt, indem es mit zwölf Ländern Abkommen über den Informationsaustausch in Hinsicht auf Steuervergehen schloss.

Belgien folgte damit seinem Nachbarn Luxemburg, das am 8. Juli von der Liste gestrichen wurde, nachdem es ebenfalls die Bedingung von zwölf entsprechenden Abkommen erfüllt hatte.

Weiter auf der Liste steht die Schweiz. Sie kündigte am Donnerstag an, die Abkommen in den kommenden Monaten abzuschließen.