Schweinegrippe fordert erstes Todesopfer

Eine 34-jährige Frau aus Turnhout (Antwerpen) ist an den Folgen der Schweinegrippe und einer doppelten Lungenentzündung gestorben. Das hat das Grippekommissariat der Regierung am Donnerstagmorgen mitgeteilt.
Die junge Frau war am Montag über die Notaufnahme in das Sint-Elizabeth-Krankenhaus in Turnhout eingeliefert worden.

Sie hatte über Grippesymptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Husten geklagt.

Am Donnerstagmorgen ist die Frau an einer doppelten Lungenentzündung viralen Ursprungs gestorben, obwohl sie auf der Intensivstation lag.

Die Analysen haben ergeben, dass die Frau mit dem A/H1N1-Virus infiziert war, so steht es im Pressebericht des Grippekommissariats.
Dem Grippekommissariat zufolge sind in den vergangenen Monaten 616 Menschen auf den A/1IN1-Virus getestet worden. Bei 126 Menschen war das Resultat positiv.

Das Kommissariat wird ab sofort eine wöchentliche Bilanz der Grippefälle veröffentlichen und sich dabei auf die Zahlen der Hausärzte berufen.

Einer ersten Schätzung zufolge soll die tatsächliche Anzahl infizierter Menschen doppelt so hoch liegen.

"Nicht tödlicher als normaler Grippevirus"

Weltweit sind zirka 130.000 Menschen infiziert. Die Weltgesundheitsorganisation berichtet von 816 Toten.

Grund zur Panik gibt es nicht. Laut des Genter Universitätprofessors Geert Leroux-Roels ist diese Grippevirusvariante nicht tödlicher als die normale Virusvariante, die jedes Jahr im Winter auftaucht.

In zehn bis zwölf Wochen sollen die ersten Impfungen erhältlich sein und weiträumig verteilt werden, so Leroux-Roels.