Erneut Fische in der Brüsseler Zenne

Langsam wird die Zenne wieder ein sauberer Fluss, nachdem in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen zur Abwässerklärung unternommen wurden. Jetzt gedeihen dort wieder Fische, stellte das Institut für Natur- und Waldforschung fest.
In Drogenbos, wo die Senne in Brüssel hineinfließt, wird jedes Jahr der Fischbestand überprüft. Vergangenes Jahr war das Resultat noch gleich Null, dieses Jahr wurden dort wieder sechs verschiedene Fischsorten gezählt.
Vor allem Aale gedeihen im Zennewasser demnach wieder hervorragend. Nördlich von Brüssel wurden 500 Aale aus der Zenne geholt. „Das ist ein sehr großer Bestand und vor allem die Aale profitieren von der erheblich besseren Wasserqualität“, so Claude Belpaire vom Institut für Natur- und Waldforschung.

„Während der vergangenen Jahre haben Brüssel, die Wallonie und Flandern sehr viel Geld in die Abwässerklärung der Zenne investiert und das trägt jetzt seine Früchte. Es wird aber noch einige Jahre dauern, bis sich der Fischbestand wieder völlig normalisiert haben wird“, so Belpaire.

Noch sind die Aale nicht essbar, dazu ist das Flussbett noch mit zu vielen Giftsstoffen belastet. Die Wasserqualität bessert sich wegen der beiden Kläranlagen, die nach Jahrzehnten endlich in Betrieb genommen worden sind, kontinuierlich. Jetzt muss den Fischen nur noch die Migration in die Zenne erleichtert werden.