Krisenrestaurant: Kunde zahlt, was er will.

Im ersten belgischen Krisenrestaurant zahlt der Kunde, was er für richtig hält. Ob das Restaurant den Kopf mit dieser Strategie über Wasser halten kann, ist hier die Frage.
Im "Come Back" kann man aus einer kleinen Speisekarte ein Dreigängemenü wählen und den Preis im Nachhinein selbst bestimmen.

Nur für die Getränke gilt ein fester Preis.

"Unser Konzept kommt aus Kanada", hat Gastwirt Rudy De Bruyne der Zeitung "De Standaard" erzählt: "In Montreal hat ein Kollege bewiesen, dass diese Restaurantstrategie aufgehen und das Geschäft 14 % mehr Gewinn erwirtschaften kann."

Der Restaurantbesitzer gab an, aus edlen Beweggründen zu handeln: "Wir möchten der Krise Einhalt gebieten. Viele Menschen können sich wegen der Krise keinen Restaurantbesuch mehr leisten. Wir wollen ihnen eine Alternative bieten."

Der Vertreter des flämischen Gaststätten- und Hotelgewerbes Luc De Bauw hat seine Zweifel an dem neuen Restaurantkonzept.

Rudy De Bruyne ist aber zuversichtlich, dass seine Kunden einen ehrlichen Preis zahlen werden. Pro Person rechnet er wohl mit wenigstens 12 Euro. Ansonsten wird sein Restaurant die Krise nicht überleben.