Anstieg Arbeitslosigkeit gebremst

Ende Juli zählte Flandern 223.532 Arbeitslose. Das sind 37.000 Arbeitslose mehr als im Juli 2008 oder ein Anstieg von 19,8 %. Aus den Statistiken des flämischen Arbeitslosenamtes VDAB geht hervor, dass die Arbeitslosigkeit im Juli weniger stark angestieg als bisher.
Auffallend ist die hohe Anzahl Männer, die ihre Arbeit in den letzten Monaten verloren haben. Die Arbeitslosigkeit unter den Männern ist im Laufe des Jahres um 32 % gestiegen. Die Zahl der Frauen, die sich eine Arbeit suchen müssen, ist gleichzeitig um "nur" 9,3 % gestiegen.

Arbeitslosigkeit schwächer bei älteren Erwerbstätigen

Die Ursache liegt darin, dass Männer in Konjunktur empfindlichen Sektoren arbeiten.
Dass Frauen weniger von der Arbeitslosigkeit betroffen sind, liegt auch am Erfolg der Dienstleistungsschecks. Diese werden u. a. für Putzhilfen ausgegeben.

Bei den Erwerbstätigen bis 25 Jahre beträgt der Anstieg der Arbeitslosigkeit 23 %. Das gilt auch für die Altersgruppe zwischen 25 und 50 Jahre.

Bei den Menschen ab 50 Jahre beträgt sie jedoch "nur" 10 %.

Ende der Wirtschaftskrise in Sicht?

Das Schlimmste soll vorüber sein.

Experten zufolge soll die belgische Wirtschaft zum Ende des Jahres hin wieder anziehen.

In der vergangenen Woche konnten zum ersten Mal seit einem Jahr wieder mehr Zeitarbeitsverträge abgeschlossen werden. Auch die Arbeitslosigkeit scheint nicht länger anzusteigen.

Auch die Anzahl der Konkurserklärungen, die im ersten Halbjahr einen neuen Rekord erreicht hatte, ist in den letzten Monaten nicht mehr weiter angestiegen. Laut Peter Vanden Houte der ING-Bank müssen die Unternehmen sich allmählich wieder darauf vorbereiten, neue Vorräte anzulegen.