Belgische Armee 10 Jahre im Kosovo

Die belgische Armee hat am Samstag von der Öffentlichkeit fast unbemerkt den 10. Jahrestag ihres KFOR-Einsatzes im Kosovo begangen. Bald jedoch soll die belgische Truppenstärke dort drastisch herabgesetzt werden.
Der Einsatz der von der NATO geführten KFOR-Schutztruppen für den Kosovo begann im Juni 1999, rund einen Monat vor dem Eintreffen des belgischen Kontingents.

Bei dem Unternehmen handelte es sich seiner Zeit um den größten Einsatz der belgischen Armee im Ausland. Mittlerweile hat Belgien die Truppenstärke wieder reduziert, doch Anfangs handelte es sich dabei um ein Kontingent von 1.100 bis 1.200 Soldaten.
Die belgischen Truppen gehören zur so genannten „Multinational Task Force North“ und sind in Mitrovica stationiert und fungieren unter französischen Kommando. Mit dabei auch Dänen, Griechen, Marokkaner, Esten und Luxemburger. Die Belgier bilden gemeinsam mit Marokko das FREBAT-Kontingent.

Zu Beginn des KFOR-Einsatzes war das Kosovo noch eine Provinz Serbiens. Im Februar 2008 erklärte das Regionalparlament in der Hauptstadt der Provinz Kosovo, Pristina, einseitig die Unabhängigkeit von Serbien.

Verteidigungsminister Pieter De Crem (CD&V) kündigte bei seiner letzten Visite in der Region am 20. Juli an, die belgische Militärpräsenz bis Juni 2010 im Kosovo um bis zu 75% zu reduzieren.