Montagabend: das Clijsters-Comeback

Sie ist inzwischen stolze Mutter einer kleinen Tochter, hat geheiratet und will es jetzt einfach noch einmal wissen. Kim Clijsters, die ehemalige flämische Weltbeste der Tennisdamen tritt nach zwei Jahren Karrierepause wieder an.
Kim Clijsters zwang in ihrer ersten Karriere ihre Gegnerinnen immer mit Power in die Knie und in den vergangenen Monaten hat sie sich nach dem groß angekündigten Comeback, das viele Hoffnungen auslöste, diese Stärke wieder antrainiert.

Am Montag wird sie gut zwei Jahre nach ihrem überraschenden Rücktritt vom Profitennis beim Mastersturnier in Cincinnati ihr erstes Match auf der WTA-Tour gegen Marion Bartoli bestreiten. Mit 26 Jahren und einer Tochter.

„Ich bin noch zu jung, um zu Hause rumzusitzen“, so begründete Clijsters vor der Presse ihr Comeback.

Clijsters war die erste Belgierin gewesen, die es an die Spitze der Weltrangliste schaffte, 34 Turniere hatte sie gewonnen, darunter der US-Open-Titel im Jahr 2005.

Doch Verletzungen plagten sie, Clijsters hatte keinen Spaß mehr am Tennis.

Neues Leben

„Mein Körper bereitet mir jede Menge Probleme“, sagte Clijsters vor zwei Jahren. Sie wirkte ausgelaugt und unmotiviert, als sie im Mai 2007 mit nur 24 Jahren ihre Profikarriere beendete. „Jetzt ist Zeit für ein neues Leben“, sagte die Belgierin.

Das genoss sie erst einmal. Clijsters heiratete den US-Basketballer Brian Lynch (Foto) und brachte im Februar des vergangenen Jahres ihre Tochter Jada Ellie zur Welt.

Dann kam aber der Ehrgeiz zurück. Als sie gebeten wurde mit einem Showmatch gemeinsam mit Tim Henman, Steffi Graf und Andre Agassi den neuen Centre Court in Wimbledon zu eröffnen, fühlte sie sich geehrt und wollte sich nicht blamieren. Deshalb begann sie mit dem Training und daraus wurde dann mehr.

Abgetreten ist Clijsters als Weltranlistenvierte, trotzdem hofft der Frauentennis darauf, dass sie schon schnell wieder zur Identifikationsfigur wird. Feststeht, dass Kim Clijsters in Cincinnati am Montagabend mit sehr viel Sympathie rechnen kann.