Sekkaki regelte Ausbruch mit Handy

Ashraf Sekkaki hat seine Flucht aus der Strafvollzugsanstalt von Brügge mit einem Handy organisiert, das in das Gefängnis reingeschmuggelt worden war. Das berichtet die Zeitung „Het Laatste Nieuws“ in der Dienstagausgabe.
Mit diesem Handy konnten Sekkaki und seine beiden Komplizen den Kontakt zur Außenwelt aufrechterhalten und mit der Unterstützung von Handlangern die Flucht organisieren.
Unklar ist noch, wie das Handy ins Gefängnis gelangt ist. Ashraf Sekkaki (Foto) gelang der Ausbruch aus dem Gefängnis von Brügge Ende Juli mit einem Hubschrauber. Er wurde nach einer internationalen Fahndung am Sonntag erneut in Marokko festgenommen. Davor waren auch schon seine beiden Komplizen gefasst worden.

Lesley Deckers, die junge Frau, die den Hubschrauber für die Flucht organisiert hatte, ging der Polizei am Dienstag ins Netz.

Handy-Verbot im Knast

Vor einigen Jahren war in belgischen Straffvollzugsanstalten ein Pilotprojekt gestartet worden, um mobiles Telefonieren in den Zellen unmöglich zu machen. Allerdings stellte sich der technische Aufwand hierfür als zu kompliziert und zu teuer heraus. Deshalb wurde das Projekt wieder gestoppt, wie ein Sprecher der Gefängnisbehörde bestätigte.

Momentan können die Häftlinge, wenn sie ein Handy besitzen - was verboten ist – in den Zellen also telefonieren. Es gibt aber Bestrebungen, das Telefonierverbot auch tatsächlich durchzusetzen.