Fregatte Louise-Marie im Kampf gegen Piraten

Am Montag lief die belgische Fregatte Louise-Marie von Zeebrügge in Richtung Golf von Aden aus. Am Horn von Afrika wird die Fregatte während drei Monaten Hochseefrachtern in den internationalen Gewässern vor der somalischen Küste Begleitschutz gegen die Piraten bieten.
Die Louise-Marie (Foto oben - rechts neben der Fregatte Leopold I.) wird vom 1. September bis zum 13. Dezember 2009 zwischen dem Golf von Aden und den Seychellen patrouillieren.
Das Einsatzgebiet zwischen dem Horn von Afrika und der idyllischen Inselgruppe ist etwa so groß, wie das Mittelmeer.

Die internationale Operation birgt einige Risiken, wie Kommandant Jan De Beurme, der Befehlshaber auf der Louise-Marie, erwartet:

„Wir müssen stets auf der Hut davor sein, denn die Piraten können auch uns angreifen. Doch die Regeln, unter denen wir arbeiten werden, sind robust und deutlich. Wir werden unseren Auftrag ausführen, auch wenn dabei geschossen werden muss.“

An Bord der Louise-Marie befinden sich auch acht Soldaten einer Fallschirmeinheit aus der Parakaserne von Diest in der Provinz Flämisch-Brabant. Die Paras folgten einer Spezialausbildung bei der britischen Armee und dürfen an Bord von verdächtigen Schiffen gehen.

Operation Atalanta

Für die belgische Marine ist die „Operation Atalanta“ die erste Teilnahme an einer internationalen Mission gegen die Piraten am Horn von Afrika. Die Fregatte Louise-Marie wird im Rahmen dieser Operation der Europäischen Union gegen die Piraterie unter niederländischem Befehl agieren. Insgesamt nehmen 26 Schiffe aus neun Nationen an dieser Operation teil.

Zentrales Ziel der Mission ist der Schutz von Schiffen, die im Rahmen von internationalen Hilfsprogrammen Transporte zum Beispiel für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen Transporte gewährleisten.

Doch auch Patrouillen und Begleitschutzeinsätze in Seegebieten mit erhöhter Piratengefahr für die internationale Seefahrt gehören zum Auftrag der EU-Marineschiffe und der Louise-Marie.