Kabotageverordnung für Belgien angepasst

In Belgien gilt ab Mittwoch eine neue Kabotageverordnung. Unter Kabotage versteht man Transporte durch ausländische Spediteure innerhalb eines anderen EU-Mitgliedstaates.
Künftig werden europäische Transporteure nur noch höchsten drei Kabotagetransporte innerhalb von sieben Kalendertagen in Belgien durchführen dürfen - dies  auch nur im Anschluss an einen anderen internationalen Transport.
Ausländische Lastwagen, die innerhalb Belgiens Aufträge durchführen, sind Gewerkschaften und Transportverbänden schon länger ein Dorn im Auge.

Oftmals befördern sie Waren und Güter zu Dumpingpreisen, halten die verpflichteten Rast- und Pausenzeiten nicht ein und nutzen oft völlig abgenutzte und sicherheitstechnisch fragwürdige LKW oder Auflieger.

Ab Mittwoch dürfen sie nur noch drei innerbelgische Transporte pro 7 Tage-Woche durchführen und auch nur dann, wenn sie Anschlussaufträge an einen internationalen Transport sind.

Nach Angaben des belgischen Straßentransport-Verbandes Febetra sind die neuen Regeln gut aber nur schwer zu kontrollieren, wie Sprecher Filip Deraef bemerkt:

"So etwas kann nur anhand der Frachtpapiere kontrolliert werden und diese befinden sich immer an Bord der Lastwagen. Wenn man wirklich kontrollieren will, dann müsste man jeden LKW anhalten und dessen Bord- oder Frachtpapiere  nachschauen, was eigentlich unmöglich ist."

Die Europäische Union gab ebenfalls zu erkennen, dass ausländische Transporte innerhalb der Landesgrenzen eines Mitgliedsstaates nur begrenzt zugelassen sind, verfügt in dieser Sache aber noch nicht über verbindliche Regelwerke.