Tödliche Ferien für Radfahrer

Am vergangenen Sonntag geriet ein Radfahrer unter eine Erntemaschine in Torhout und ein radfahrender Rentner wurde in Tielt-Winge von einem Auto erfasst. Diese beiden Personen sind die vorläufig letzten Opfer von insgesamt 19 tödlich verlaufenden Fahrradunfällen in Belgien in diesem Sommer.
Die flämische Tageszeitung „Het Nieuwsblad“ zählt in ihrer Dienstagsausgabe diese Fahrradunfälle zusammen und stellt Fragen zur Sicherheit von Radfahrern im Straßenverkehr.
19 Tote bei Verkehrsunfällen bei denen Radfahrer mit Autos, Lastwagen, Motorrädern oder landwirtschaftlichen Maschinen zusammenstoßen in nur sechs Wochen ist schon enorm.

Bei den Toten handelt es sich nicht nur um vielleicht unerfahrene Radtouristen oder Gelegenheitsfahrern, sondern auch um normale Verkehrsteilnehmer, die mit dem Rad einkaufen oder zur Arbeit fahren.
Werner Dobbeleer vom Belgischen Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) hofft, dass es sich hier um einen Zufall handelt, denn die Statistiken sehen anders aus:

„19 Tote in nur anderthalb Monaten ist sehr viel. Aktuellen Statistiken zufolge sterben etwa sieben Radfahrer pro Monat. Mit 19 Toten liegen wir sehr viel höher, zumal gerade Ferien sind. Normalerweise sind die Zahlen im Juni und im September höher. Im Juli sinken sie eigentlich eher.“

Sichtbarkeit erhöhen – Kinder besser vorbereiten

Das Belgische Institut für Verkehrssicherheit rät den Radfahrern angesichts hoher Unfallzahlen mit anderen Verkehrsteilnehmern dazu, Leuchtwesten und Fahrradhelme zu tragen.

Dies sorgt für eine bessere Sichtbarkeit und für höhere Sicherheit. Zudem ruft das BIVV Eltern schulpflichtiger Kinder dazu auf, diese besser auf die Verkehrsregeln aufmerksam zu machen.

Wenn die Schulferien im September zu Ende gehen, werden wieder viele Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren – leider ein Zeitpunkt, in dem es statistisch gesehen wieder vermehrt zu tödlichen Unfällen mit Radfahrern kommt.