Gesunkene Steuereinnahmen

In der ersten Hälfte dieses Jahres hat der belgische Fiskus rund ein Fünftel weniger Steuern eingenommen als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Mindereinnahmen von 8,2 Millionen € sind eine deutliche Folge der Wirtschaftskrise.
Im vergangenen Jahr beliefen sich die Steuereinnahmen aus dem ersten Halbjahr auf fast 45 Milliarden €. Dieses Jahr konnten nur etwa 36 Milliarden € eingenommen werden.
Die belgische Bundesregierung um Premierminister Herman Van Rompuy (CD&V) muss mit den aktuellen Zahlen Rechnung tragen, wenn der Mehrjahreshaushalt erstellt wird - ein Haushaltsplan, der ohnehin schon auf Sparkurs gebracht werden soll.

Durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise erwarten die Unternehmen in Belgien für das laufende Jahr wenig oder gar keine Gewinne.

Deshalb gehen sie auch von niedrigeren Steuerabgaben aus und zahlen deshalb auch nur geringere Steuervorabzüge an den Staat.

Zudem profitieren viele Firmen von einer Konjunkturmaßnahme der Regierung Van Rompuy, nach denen die Einkommenssteuer-
Vorauszahlungen für drei Monate ausgestellt werden. Diese Einnahmen werden demnach erst später in den Staatssäckel fließen.

Auch die privaten Haushalte sorgen für Mindereinnahmen

Die Bürger und Steuerzahler, die privaten Haushalte, sparen in diesen Krisenzeiten mehr und geben weniger Geld aus. Dadurch sinken auch die Mehrwertsteuereinnahmen aus dem Konsum.

Zudem hadern die Familien oftmals mit der Anschaffung teuerer Angelegenheiten, wie zum Beispiel ein neues Auto oder eine neue Einrichtung.

Immobilienkäufe wurden ohnehin in den vergangenen Monaten auf längere Zeit eher ausgestellt, wodurch wieder weniger Einnahmen durch Eintragungsgebühren anfallen.