Hitze, hohe Ozonwerte und viele Staus

Freibäder und Badeorte waren voll, Eisverkäufer rieben sich die Hände, tolle Stimmung in Parks und auf den Terrassen der Cafés. Doch viele litten unter der Hitze. Sie mussten arbeiten oder standen im Stau oder in überfüllten Zügen auf dem Weg ins Vergnügen und von dort wieder nach Hause. Ein weiterer heißer Tag ließ Belgien schwitzen.
Im Hohen Venn an der Grenze zu Deutschland wurden 27° gemessen, im Kempenland zwischen Antwerpen und Limburg sogar 33°. An der belgischen Nordseeküste war es am Mittag bei 24° fast noch am angenehmsten.

Heiße Temperaturen mit Werten von über 30° sind auch in Belgien nicht unbedingt selten, doch dass sie erst Mitte August gemessen werden, ist dann doch verwunderlich.
Die tropischen Tage sorgen natürlich für volles Haus an allen Orten, wo Freizeitvergnügen mit Wasser und Schwimmmöglichkeiten verbunden werden: In Freibädern, Freizeitparks, in den Badeorten an der belgischen Küste und an Seen und Flüssen im Inland.

Doch zu sehr anstrengen sollte man sich nicht, denn die hohen Temperaturen gepaart mit extremem Sonnenschein und Schadstoffen in der Luft sorgen für deutlich erhöhte Ozonwerte, was gesundheitlich sehr schlecht für Kinder, alte Menschen und Personen mit Herz- oder Atemkrankheiten ist.

Hitzehilfe in Brüssel und Flandern

Angesichts der hohen Temperaturen herrscht bei der Familienhilfe Flandern Hochbetrieb. Die Mitarbeiter versuchen, soviel wie möglich ältere Menschen zu besuchen, sie zu fragen, wie es ihnen geht, eventuell medizinisch versorgen und vor allem ihnen Wasser zur Verfügung zu stellen.

In der belgischen Hauptstadt Brüssel ist am Mittwoch der Hitzeplan in Kraft getreten. Hier ging es um die gleichen Aufgaben, wie bei der Familienhilfe in Flandern. Freiwillige verteilten auch hier kaltes Wasser an alte und alleinstehende Menschen und schauten nach, ob die große Hitze ihnen nicht zu sehr zuleibe rückte.

Verkehrsprobleme und volle Züge

Schon am frühen Morgen machten sich viele Landsleute und Sonnenhungrige in Richtung Küste auf, doch bereits ab Löwen auf der E40 kam es zu den ersten Staus.
Zu allem Überfluss begannen am Mittwoch auch verschiedene Straßearbeiten auf einigen Autobahnen.

Zügiger ging es da bei der Bahn zu, doch die Züge in Richtung belgische Nordseeküste waren am Morgen übervoll.

Zusätzlich zu den 213 täglich fahrplanmäßigen Zügen in die Badeorte an Wochentagen setzt die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB an Tagen wie diesen 63 Sonderzüge ein, die die Tagestouristen zur Küste und wieder nach Hause bringen.