SMS darf höchstens 0,06 Euro kosten

Laut der Verbraucherschutz- organisation Test-Aankoop ist die Benutzung von Mobiltelefonen in Belgien viel zu teuer im Vergleich mit den Nachbarländern. Sie fordert eine maximale Gebühr von 0,06 Euro pro SMS-Bericht.
In Belgien sind insgesamt 11 Millionen Mobiltelefone im Umlauf. Das sind mehr Mobiltelefone als Einwohner (10 Millionen).
Aus einer vergleichenden Studie in acht Ländern geht hervor, dass Belgien in keinem einzigen Punkt preiswert ist. Die Niederlanden dagegen sind das Land, in dem die Gebühren für den Mobiltelefon-Dienstleistungen fast immer am günstigsten sind.
Je nach Angebot ist Belgien drei bis vier Mal teurer als die Nachbarländer. Das, so Test-Aankoop, ist auf den mangelnden Wettbewerb zurückzuführen sowie auf einen Mangel an Transparenz und an fehlenden Aktionen der Behörden.

Die Verbraucherschutzorganisation wirft der Regulierungsbehörde BIPT vor, nicht einzugreifen.

"Europa hat eine maximale Gebühr von 13 Eurocent festgelegt für SMS-Berichte aus dem Ausland. Dagegen bezahlen die Belgier für Inlands-SMS-Berichte manchmal bis zu 15 Eurocent."

Daraus ergeben sich absurde Situationen, so Test-Aankoop, denn für die Belgier ist es manchmal interessanter SMS-Berichte aus einem Nachbarland zu versenden.

Test-Aankoop fordert auch einen Verhaltenskodex für Mobiltelefonie-Unternehmen, um Missbrauch zu vermeiden. Vor ein paar Jahren wurde ein solcher Kodex in der Energiebranche eingeführt.