Sind Musikfestivals einfach zu laut?

Die flämische Kulturministerin Joke Schauvliege will die Diskussion über die Lärmbelästigung auf Rockfestivals neu eröffnen, berichtet die Zeitung „De Standaard“. Sie wird eine entsprechende Arbeitsgruppe einsetzen.
In Flandern wurden in den vergangenen Wochen wieder zahlreiche Musikfestivals organisiert. Messungen ergaben zum Beispiel beim Pukkelpop-Festival des vergangenen Wochenendes, das manche Gruppen ordentliche aufdrehten. Gemessen wurden Spitzenwerte bis zu 128 Dezibel. Das ist der Lärm, den auch zwei Düsenjäger beim Start produzieren.
Die höheren Werte kamen zustande, weil neue Messgeräte jetzt auch die Bässe mitrechnen, was die tatsächliche Dezibelbelastung ordentlich in die Höhe treibt.

Zugelassen sind laut Gesetz höchstens 90 Dezibel, aber die Festivalorganisatoren erlauben oft sehr viel lautere Musik, weil die Gruppen und das Publikum dies nach Verlaut verlangen. Dabei nehmen sie aber die Gehörbeschädigung der Festivalbesucher in Kauf.

Flanderns neue Kulturministerin, die junge Christdemokratin Joke Schauvliege (Foto)will jetzt eine Arbeitsgruppe zu dieser Problematik einberufen. Sie findet, die bestehende Gesetzeslage sei veraltert und müsse neu überdacht werden.