Mehr als 1000 Asylbewerber im Hotel

Die Unterbringungsprobleme von Asylbewerbern hat sich im August weiter zugespitzt. Ende Juli bereits hatte Fedasil, die belgische Asylverwaltungsbehörde, gemeldet, dass alle Kapazitäten ausgeschöpft seien.
Während der letzten Kabinettssitzung vor den Sommerferien hatte die belgische Bundesregierung Maßnahmen beschlossen, um die akute Unterbringungskrise von Ayslbewerbern unter Kontrolle zu bringen.
Drei öffentliche Gebäude waren angefordert und eingerichtet worden, um mehr als 500 Antragstellern eine Unterkunft zu bieten.
Einen Monat später stellt sich heraus, dass der Platz noch immer nicht ausreicht.

Die Maßnahme, mit der 2.000 Asylbewerber mittels einer finanziellen Unterstützung aus den Asylheime weggeholt werden sollten, zeigt keine Wirkung. Die Anzahl der neuen Asylbewerber ist höher als die derjenigen, die andersweitig unterkommen.

Einer der Gründe soll der Anstieg der Asylanträge sein. Im Juli wurden 1.363 Anfragen von 1.810  Asylbewerbern registriert.
Ein neuer Rekord.

Der zuständige Staatssekretär für soziale Integration, Philippe Courard (PS) bestätigte, dass die aktuellen Maßnahmen langfristig nicht reichen.

Der Mangel an Heimplätzen soll bereits auf der ersten Kabinettssitzung im September zur  Sprache gebracht werden.