Krawalle in Brüsseler Problemvierteln

In Molenbeek ist es in der Nacht zum Freitag zu Krawallen gekommen. Etwa hundert vermummte, meist nordafrikanische Jugendliche steckten Autoreifen in Brand, warfen mit Steinen und griffen Polizisten an.
Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Randalierer ein. Zwei Jugendliche und ein Beamter wurden verletzt. Sechs PKW wurden schwer beschädigt.
Die Krawalle begannen als in der Nähe der U-Bahnstation Ribaucourt Jugendliche einen Stein durch die Vorderscheibe eines Polizeifahrzeuges warfen. Als danach die Feuerwehr eintraf, wurde auch sie mit Steinen beworfen.
 
Einige der Krawallmacher kletterten über den Zaun eines Gebäudes, drangen zum Parkplatz vor und zündeten zwei Fahrzeuge an, vier weitere Autos wurden beschädigt.
Zwei zufällige Passanten wurden von den Chaoten mit Pfefferspray angegriffen und verprügelt. Außerdem wurde eine Brieftasche gestohlen.

Auch in Anderlecht, einer anderen Brüsseler Stadtgemeinde mit hohem Ausländeranteil, gab es in der Nacht Ausschreitungen mit Jugendlichen. Die Hintergründe sind unklar. Ein Polizeisprecher vermutet, dass Drogendealer die Anstifter der Krawalle sein könnten.

In den vergangenen Wochen sei die Polizei schärfer gegen die Brüsseler Drogenszene vorgegangen und es könne sein, dass die Ausschreitungen in der Nacht zum Freitag hierfür ein Racheaktion waren, so der Polizeisprecher zu VRT-Nachrichtenredaktion.