Unregelmäßigkeiten im “Flanders House”?

Der Direktor der flämischen Landesvertretung in New York City ist ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Philip Fontaine (Foto) soll der Firma seiner Frau lukrative Aufträge auf Kosten des flämischen Steuerzahlers zugespielt haben.
Im vergangenen Februar wurde die neue flämische Landesvertretung in den Vereinigten Staaten mit dem bei solchen Anlässen üblichen Aufwand eröffnet. Die Landesvertretung wurde im renommierten Times Building, im Zentrum Manhattans untergebracht.

Das „Flanders House“ soll für die flämische Tourismusbranche werben, Exportgeschäfte und Investoren vermitteln und in den USA den Ruf der Marke und des Wirtschaftsstandorts „Flandern“ verbessern.
Jetzt sieht es aber danach aus, als habe das „Flanders House“ selbst ein Image-Problem. Wie die Tageszeitung „De Standaard“ in ihrer Montagsausgabe berichtet, soll Philip Fontaine, der Direktor der Landesvertretung, der Firma, die er 2003 mit seiner Frau gegründet hatte, gut dotierte Aufträge des „Flanders House“ verschafft haben.

Das hat der rechtsliberale Parlamentarier Jean-Maire De Dedecker vor Ort recherchiert. Er fand auch heraus, dass Fontaine das sehr hohe Jahresgehalt von 250.000 USD erhält und das alles auf Kosten des flämischen Steuerzahlers.

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (Foto, bei der Eröffnung des „Flanders House“), sagte, er sei vergangene Woche über einige Unregelmäßigkeiten bei der Geschäftsführung der flämischen Landesvertretung in NYC informiert worden. Sollten diese Informationen sich bestätigen, würden die notwendigen Schritte unternommen, so Ministerpräsident Peeters.