Witsel bis zum 23. November gesperrt

Das Urteil des Sportausschuss des Fußballbundes fiel nach zweistündiger Beratung sehr hart aus: Axel Witsel wird für zehn Meisterschafts- und ein Pokalspiel gesperrt. Das ist die Strafe für sein Foul im Spitzenspiel Standard gegen Anderlecht.
Der Sportausschuss des belgischen Fußballbundes tagte seit 14.00 Uhr am Dienstag.
Zuvor hatte Axel Witsel, der am Sonntag seinem Gegenspieler Marcin Wasilewski bei einem Foul einen doppelten Beinbruch zufügte, im Gebäude des Fußballbundes sein tiefes Bedauern über das Geschehene ausgedrückt und Wasilewski, seiner Frau, seinen Kindern und dem Rest seiner Familie seine Anteilnahme ausgesprochen.

Er fügte hinzu, er werde mögliche Strafen annehmen. Wer ihn kenne, wisse, dass er kein Fußballspielfeld betrete, um jemanden zu verletzen. Sobald dies möglich sei, wolle er auch im Krankenhaus Wasilewski eine Entschuldigung anbieten.

Schon gegen 16.00 Uhr fällte der Sportausschuss ein strenges Urteil. Witsel wird bis 23. November gesperrt. Das sind zehn Spieltage in der belgischen Meisterschaft und ein Pokalspiel.

Außerdem muss der Spieler von Standard Lütticher eine Geldstrafe von 2.500 € zahlen. Der Fußballbund KBVB will das Urteil auch beim europäischen UEFA-Verband und beim Weltverband FIFA verteidigen und es ist wohl damit zu rechnen, dass diese dies übernehmen.

Vor dem Gebäude des Fußballbundes hatten sich etwa 30 Anderlecht-Fans versammelt, die Witsel bei seiner Ankunft laut auspfiffen. Der Spieler wartete das Urteil aber nicht ab. Witsel und Standard Lüttich können bis Donnerstagmittag Berufung gegen die verhängte Sperrung einlegen.