De Gucht im Europaparlament befragt

Der flämische Liberale Karel De Gucht, der neue belgische Entwicklungskommissar der EU musste sich am Dienstag den Fragen der Europa-Parlamentarier stellen und überstand die Anhörung recht problemlos.
Der ehemalige belgische Außenminister Karel de Gucht, ein flämischer Liberaler, wird das von Amt Louis Michels als EU-Entwicklungskommissar übernehmen, nachdem der letztere im Juni ins europäische Parlament gewählt wurde.

Als Außenminister seit 2004, zweifelte De Gucht noch im April das Funktionieren der EU an, von der er sagte, sie werde zunehmend von einer Riege großer Länder regiert. Er sagte, dass Belgien im zweiten Halbjahr 2010 seine Präsidentschaft voll ausnutzen werde, um die institutionelle Balance der EU wiederherzustellen, von der er sagte, sie sei in Gefahr.

De Gucht, 55, wird in der Kommission das Amt des EU-Kommissars für Entwicklung und humanitäre Hilfe übernehmen und erwartet eine Neuverteilung der Aufgaben im neuen Kommissarskollegium.

Zur Anhörung des neuen belgischen Kommissars erschienen etwa 200 Euro-Parlamentarier. De Gucht überstand die Befragung aber recht problemlos. Am 16. September soll die EP während der dann stattfindenden Vollversammlung die Anstellung des neuen belgischen Kommissars formell bestätigen, was voraussichtlich kein Problem sein wird.