Ludwigshafen: Prinz Philippe besuchte BASF

Der belgische Thronfolger Prinz Philippe besuchte zusammen mit Außenminister Yves Leterme (Foto rechts) sowie einer belgischen Wirtschaftsdelegation am 1. September BASF in der deutschen Stadt Ludwigshafen.
Das Unternehmen ist die erste Station des königlichen Besuchers, der unter anderem für Belgien als Wirtschaftsstandort wirbt. Dabei weiß der Chemiekonzern die Vorteile bereits an etlichen Standorten in Belgien, darunter auch Brüssel und Antwerpen, zu schätzen. Und gerade die belgische Hauptstadt ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort.
Entsprechend einer belgischen Tradition bereist das belgische Königshaus seit Jahren schon Länder und Unternehmen auf der ganzen Welt um die heimische Wirtschaft zu fördern. Auch kleinere Reisen, wie aktuell zur BASF nach Ludwigshafen, gehören zum Programm.

Prinz Philippe und Außenminister Leterme (Foto) trafen in Ludwigshafen den Vorsitzenden des Aufsichtsrats der BASF SE, Eggert Voscherau, und Vorstandsmitglied Dr. Harald Schwager zum Gedankenaustausch.

„Wir freuen uns sehr über den Besuch des Kronprinzen in Ludwigshafen“, so Schwager. „Wir nutzen gern die Gelegenheit, ihm die enge Zusammenarbeit zwischen unserem Stammwerk und dem belgischen Standort Antwerpen zu zeigen.“

Die Verbundstandorte in Ludwigshafen und in Antwerpen sind die größten Produktionsstandorte der BASF in Europa. „Ludwigshafen und Antwerpen“, so Schwager weiter, „ergänzen sich perfekt in ihren Stärken und haben sich gerade in der momentanen Krise bestens bewährt.“

Während der Schwerpunkt von Antwerpen bei großvolumigen Produkten mit hohem Rohstoffkostenanteil liegt, werden in Ludwigshafen vor allem Grundprodukte zur Weiterveredlung eingesetzt.

Die BASF ist ein wichtiger Investor in Belgien. 1964 wurde die BASF Antwerpen N.V. gegründet. Im Laufe der vergangenen 40 Jahre hat sich die hundertprozentige Gruppengesellschaft zum größten integrierten belgischen Chemieproduktionsstandort und zweitgrößten Verbundstandort der BASF-Gruppe entwickelt.

Interessanter Partner

Belgien ist für deutsche Investoren ein interessanter Partner, so die Botschaft der belgischen Delegation. Das gilt vor allem für das Steuersystem: So können Unternehmen von einer Reihe von steuerlichen Vorteilen profitieren, beispielsweise von einer 100-prozentigen Steuerbefreiung auf den Nettogewinn aus der Veräußerung von Unternehmensbeteiligungen, von einem unbeschränkten Verlustvortrag, den so genannten „Zinsabzug auf Risikokapital“ und einem vorteilhaften Steuersystem für ausländische Erwerbstätige.

Die belgische Metropole Brüssel überzeugt zudem mit der sprachlichen Kompetenz der Arbeitnehmer: Der Großteil der belgischen Berufstätigen ist, im Gegensatz zu deutschen Kollegen in Deutschland, mehrsprachig, was für die in Brüssel ansässigen Unternehmen ein positiver Zusatzeffekt ist.

Ebenfalls vorteilhaft für Unternehmen ist, dass Brüssel ein preisgünstiger Standort mit einem attraktiven Immobilienmarkt ist. Im Vergleich zu vergleichbar großen deutschen Wirtschaftszentren sind die Mieten für Büroflächen in der Regel günstiger. In Frankfurt/Main zum Beispiel um rund 27 Prozent oder in München um etwa 14 Prozent.

Gleiches gilt für die Mieten von Gewerbeflächen, die in den genannten deutschen Städten um bis zu 14 Prozent bzw. 21 Prozent höher liegen als in Brüssel.

Selbstverständlich ist die Nähe zu wichtigen europäischen Institutionen, wie dem Europäischen Parlaments, auch ein wichtiger Standortvorteil: 47 Prozent der deutschen Gesetze im Bereich Wirtschaft entstehen, laut Datenhandbuch des Deutschen Bundestages, bereits heute auf Initiative der Europäischen Union.

Über die Vertretungen der Bundesländer sowie die deutschen Europaabgeordneten haben die Unternehmen direkten Zugang zur europäischen Politikebene und können ihre Interessen zur Sprache bringen. Bereits mehr als 1.300 ausländische Unternehmen in und um Brüssel wissen die Vorteile zu schätzen, zahlreiche davon aus der IT- und der Gesundheitsbranche.