Direktor des "Flanders House" gefeuert

Weil der Direktor der flämischen Landesvertretung dem Unternehmen seiner Frau Aufträge in Höhe von mehreren tausend Dollar zuschusterte, hat Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) am Mittwoch die Entlassung von Philip Fontaine bekannt gegeben.
Über das Unternehmen seiner Frau soll Fontaine dem "Flanders House" tausende Dollars in Rechnung gestellt haben.
Normalerweise organisiert das Unternemen Italienreisen. Seitdem die Vertretung im Februar eröffnet wurde, veranstaltete das Unternehmen verschiedene kostspielige Events für die Vertretung.

Berichte über einen Interessenkonflikt waren über den Oppositionspolitiker Jean-Marie Dedecker zuerst in der Zeitung "De Standaard" aufgetaucht.

Kris Peeters hatte zu verstehen geben, dass er ähnliche Signale erhalten habe.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Fontaine verschiedene Aufträge des Verwaltungsrates anscheinend nicht ausgeführt hat. Auch die Personalpolitik im Flämischen Haus in Manhattan ließ zu wünschen übrig. Das Personal soll nicht krankenversichert gewesen sein und kein Anrecht auf bezahlten Urlaub gehabt haben.

Bei der Pressekonferenz sprach Peeters von Vertrauensbruch.

Der Direktor wird mit sofortiger Wirkung entlassen, erhält aber noch zwei Monate lang seinen Lohn.
Das Flanders House ist jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger. Die Landesregierung hält an ihrer Strategie von flämischen Vertretungen im Ausland fest.

In New York soll die Vertretung die Interessen und das Image von Flandern unterstützen.