Waffenschmuggel: Belgier verhaftet

Der 56-jährige Belgier Jacques Monsieur wird in den USA verdächtigt, Zubehörteile eines F5-Kampfflugzeuges illegal nach Iran exportiert zu haben. Monsieur soll vor Monaten mit einem verdeckten US-Agenten in Kontakt gestanden haben.
In einer Mitteilung des amerikanischen Justizministeriums wird der Belgier als ein "internationaler Waffenhändler beschrieben, der aktiv mit der iranischen Regierung zusammengearbeitet hat, um militärische Güter an den Iran zu liefern".
Die Fahnder suchen noch nach dem Iraner Dara Fatouhi, der wie Monsieur in Frankreich wohnte und an dem Waffenschmuggel beteiligt gewesen sein soll.

Beide Männer werden der Verschwörung und Geldwäsche, des Schmuggels und illegalen Waffenexports beschuldigt.

Monsieur behauptet er sei unschuldig und muss sich jetzt vor einem Gericht in Alabama verantworten. Der Mitteilung des US-Justizministeriums zufolge handelt es sich um einen erfahrenen Waffenhändler, der seit mehreren Jahren mit dem Iran verhandelt.

"Der Feldmarschall"

Konkret steht Monsieur unter dem Verdacht, dem Iran Bestandteile eines F5-Kampfflugzeuges geliefert zu haben. Vor einigen Monaten soll der Belgier mit einem verdeckten US-Agenten in Kontakt gestanden haben. Der Deal soll dann im Juli abgeschlossen worden sein.

Dem Bericht einer Menschenrechtsorganisation zufolge soll Jacques Monsieur in zahlreiche Waffengeschäfte mit Konfliktparteien verwickelt gewesen sein. Er wurde beschuldigt, das gegen Bosnien und Kroatien verhängte UN-Waffenembargo verletzt zu haben.

In diesen Kreisen wird der Belgier auch "der Feldmarschall" genannt.
Das Northrop F5 ist ein amerikanisches Kampfflugzeug aus den 60er Jahren. Die iranische Luftwaffe fliegt noch mit zirka 60 dieser Maschinen, die noch aus der Zeit des Schahs von Persien stammen.