29. Gordel ist ein großer Erfolg

In den flämischen Gemeinden rund um Brüssel findet heute die 29. Auflage des Rad- und Wandertages "De Gordel" (dt.: der Gürtel) statt. Dieses Jahr nehmen erneut mehr als 70.000 Menschen daran teil. Politik spielt kaum eine Rolle.
Vergangenes Jahr hatten wegen Dauerregen nur 58.000 Menschen am „Gordel“ teilgenommen.
Die Gordel-Teilnehmer haben die Wahl zwischen 25 Wander- und Fahrradstrecken in den flämischen Randgemeinden der belgischen Hauptstadt Brüssel. Der Startschuss wurde am Sonntagmorgen um 07.00 in Sint-Genesius-Rode, Dilbeek, Overijse und Zaventem gegeben. Vorrangig ist der sportliche Aspekt der Familienveranstaltung. Den Organisatoren – die amtliche Sportbehörde BLOSO - geht es aber seit Jahrzehnt auch darum, den flämischen Charakter der besuchten Orte herauszustellen.
Sowohl Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters, Minister Geert Bourgeois von der nationaldemokratischen Partei N-VA, als auch der christdemokratische Abgeordnete und Bruder des Premierministers, Eric Van Rompuy, mahnten bei Reden und in Interviews eine baldige Spaltung des zweisprachigen Wahlbezirks Brüssel-Halle-Vilvoorde an.  Wie jedes Jahr versuchten frankophone Unruhestifter, den Ablauf der Traditionsveranstaltung zu stören. Zu nennenswerten Zwischenfällen kam es bislang aber offenbar nicht.
In Wezembeek-Oppem entfernten französischsprachige Bewohner Wegweiser, in Zaventem kettete eine Gruppe Aktivisten das Fahrrad der Parteivorsitzenden der flämischen Christdemokraten (CD&V), Marianne Thyssen, an.

Als Klassiker des "Gordel" gilt ein 100 km langer Radweg rund um Brüssel: der sogenannte Gürtel oder „Gordel“.