Durchbruch im Kampf gegen Alzheimer

Im Kampf gegen die Nervenzellen zerstörende Alzheimer-Krankheit hat ein internationales Team von Wissenschaftlern drei neue Gene entdeckt, die eine Rolle bei der Produktion eines Eiweißstoffes spielen, der die Hirnzellen schädigt.
Zu dem internationalen Team gehört auch die Antwerpener Professorin Christine Van Broeckhoven (Foto).
Aufgrund dieser Entdeckung kann sich leichter feststellen lassen, wer im hohen Alter dem Demenzrisiko besonders ausgesetzt ist.

Langfristig können Arzneimittel entwickelt werden, die die Krankheit bremsen, so Professor Van Broeckhoven.

"Demenz ist eine komplexe Krankheit so wie auch das menschliche Hirn ein komplexes Organ ist. Ziel ist es, die Krankheit beispielsweise um fünf Jahre hinauszuzögern. Dadurch kann man die Anzahl Patienten um zirka die Hälfte verringern."

Alzheimer

Zirka 70 % aller Demenzkranken leiden an Alzheimer. Alzheimer vernichtet allmählich Hirnzellen, die als Sitz des Erinnerungsvermögens und des Wissens fungieren.

Seit dem ersten Bericht über die Krankheit von alois Alzheimer von vor 100 Jahren suchen Wissenschaftler fieberhaft nach einem Mittel, um die Krankheit zu bekämpfen.

In Belgien wird die Zahl der Demenzkranken auf 165.000 Menschen geschätzt.
Weltweit sollen 30 Millionen Menschen erkrankt sein. In zwanzig Jahren soll ihre Zahl sich verdoppelt haben.