Terroralarm in den Schulen von Mechelen

In Mechelen hat es am Vormittag eine groß angelegte Polizeiaktion im Umfeld der Schulen gegeben. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Ausgelöst hatte diesen massiven Polizei-Einsatz eine Ankündigung im Internet.
Wie die Staatsanwaltschaft inzwischen auf einer Pressekonferenz bekannt gab, wurden die Schulen vorsichtshalber überwacht, nachdem bereits vor Monaten eine verdächtige Terrordrohung im Internet aufgetaucht war.
Seit März laufen die Ermittlungen. Ein Deutscher hatte auf einer amerikanischen Webseite die Ankündigung gelesen, der zufolge am heutigen 9. September ein Attentat oder Amoklauf im KTA Lyzeum, einer Bildungseinrichtung in Mechelen, geplant sei.

Kurz zuvor war in der deutschen Ortschaft Winnenden ein Blutbad in einer Mittelschule verübt worden. Deshalb warnte der Mann die Justizbehörden.

In Mechelen nahmen Justiz und Polizei die Warnung ernst. In den vergangenen Monaten wurden verschiedene Hausdurchsuchungen organisiert. Befürchtet wurde ein Anschlag am symbolischen Datum 09/09/09. Es waren mehr als 300 Polizeibeamte im Einsatz.

Die Schulleiter und die Eltern wurden erst am Mittwochmorgen über die bevorstehende Polizeiaktion informiert. Schlussendlich geschah nichts, aber die Staatsanwaltschaft konnte den Urheber der Internet-Drohung bis heute nicht ermitteln.

„Entweder handelt es sich um einen völlig verantwortungslosen Scherz oder es ist uns gelungen einen Drama wie in der amerikanischen Staat Columbine zu verhindern“, so Bart Somers, der Bürgermeister von Mechelen.