Rote Teufel: Abgang in Armenien

Die belgische Fußball-Nationalmannschaft verlor im Qualifikationsspiel zur WM in Südafrika gegen Armenien, den Gruppenletzten in der Gruppe 5 und 125. der FIFA-Weltrangliste, mit 2:1 und zeigten eine blamable Leistung. Noch in der Umkleidekabine kurz nach dem Abpfiff bot Interim-Nationaltrainer Franky Vercauteren seinen Rücktritt an.
Eigentlich wollten die Roten Teufel in Armenien ihr Image aufputzen und zeigen, dass sie noch etwas bedeuten. Zudem war ein Sieg gegen den osteuropäischen Fußballzwerg Pflicht und sei es nur wegen dem internationalen Koeffizienten zur Platzierung auf den Welt- und Europaranglisten.
Doch es sollte anders kommen. Zu keiner Zeit bewiesen die Roten Teufel, dass sie ihr Vorhaben auch wirklich umsetzen wollten und dass das 0:5-Waterloo gegen Spanien vergessen gemacht werden sollte.

Nur drei Spieler - Standard-Kapitän Steven Defour, Bayern-Verteidiger Daniel Van Buyten, der Torschütze zum 2:1 in der Schlussminute, und Nachwuchs-Keeper Gillet - bemühten sich. Ohne sie wäre es vielleicht noch schlimmer geworden.
Schnell rochen die Gastgeber in Armenien, dass gegen diese Belgier etwas zu holen war und ihre beiden Tore - Goharyan (Foto) in der 23. Minute und Hovsepyan in der 48. Minute - waren noch nicht mal schlecht herausgespielt. Eigene Chancen entwickelten die Roten Teufel kaum und wenn, wurden sie kläglich vergeben.

Belgien steht auf Nationalmannschaftsebene vor dem Abgang. Südafrika ist jetzt auch „rein mathematisch“ abgehakt. Noch zwei Qualifikationsspiele stehen aus, doch keiner weiß, was dabei geschehen wird.

Vercauteren: „Es war hoffnungslos!“

Direkt nach dem Spiel bot Interim-Nationalcoach Franky Vercauteren seinen Rücktritt an, den der belgische Fußballverband KBVB annahm. Vercauteren, der vertragsmäßig ohnehin am 1. Januar 2010 Platz für den Niederländer Dick Advocaat machen musste, konnte seiner Mannschaft nicht weiterhelfen: „Wenn du weißt, dass du der Mannschaft nichts beibringen kannst und wenn du denkst, dass es hoffnungslos ist, dann musst du abtreten.“, sagte er gegenüber der Presse in der armenischen Hauptstadt Eriwan.

Vercauteren wurde hinter vorgehaltener Hand von seinen Spielern nicht wirklich angenommen. Offenbar warten alle auf einen Neuanfang unter Dick Advocaat. Zudem schwelt angeblich ein Streit zwischen der jüngeren und der älteren Generation der belgischen Nationalkicker. Dies alles sind natürlich kaum gute Bedingungen für eine anstehende WM-Qialifikation…