21. Tag des Offenen Denkmals in Belgien

In Belgien finden an diesem Wochenende die Tage des Offenen Denkmals statt. In Wallonien bereits seit Samstag, im deutschsprachigen Teil Belgiens am Sonntag und am kommenden Wochenende in der Region Brüssel Hauptstadt. Flandern wartet in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Thema auf.
Etwa 550 Gebäude und Denkmäler, die auf irgend eine Weise etwas mit Pflege, Gesundheit und der Sorge für die Menschen zu tun haben, stehen unter dem Motto „Fürsorge“ zur Besichtigung.

Die zu besichtigenden Gebäude und Einrichtungen sind so verschieden, wie ungewöhnlich und interessant:
In Geel bei Antwerpen kann zum Beispiel das Psychiatrische Pflegezentrum aus dem Jahr 1861 in Augenschein genommen werden. In Beerse, ebenfalls in der Provinz Antwerpen, werden Wanderungen durch das „Hemelrijk-Viertel“ (historisches Foto) angeboten, eine Sozialwohnungssiedlung aus den 1950er Jahren.

Neben mehreren Klostern und anderen religiösen Einrichtungen öffnet die Provinz Limburg in der ehemaligen Zechenstadt Beringen die Krankenabteilung der historischen Steinkohlemine.

Kirchliche Einrichtungen, ehemalige Volkshäuser mit ihren historischen Festsälen der Gewerkschaften, Sozialwohnungen, Krankenhäuser und vieles mehr laden ein, einmal einen Blick hineinzuwerfen. Viele der Bauten sind sonst nie für die Öffentlichkeit zu sehen.

„Kulturelles Erbe der Moderne“ in der Wallonie

Im frankophonen Landesteil Belgiens widmen sich die beiden Tage des Offenen Denkmals dem Modernismus und der zeitgenössischen Architektur.

Dabei können Bahnhöfe, moderne Wohn- oder Hochhäuser, die Schiffshebewerke am „Canal du Centre“ und seiner Zeit bahnbrechende Gebäude und Einrichtungen aus Jugendstil, Art Deco oder Postmodernismus in Augenschein genommen werden.

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens widmet man sich des selben Themas.

Exotisches in Brüssel

Am kommenden Wochenende, Samstag, den 19. und Sonntag, den 20. September, verläuft der Tag des Offenen Denkmals unter dem Leitfaden "Anderer Herkunft“.

Dabei geht es dann um Architektur- oder Dekorstile, die anderswo entstanden und hierher importiert wurden: Exotismus (asiatische, arabische, skandinavische oder maghrebinische Elemente), Französisches als den so genannten "Ludwigs-Zeiten“, Cottage-Stil, italienische Neo-Renaissance und vieles mehr.

Nicht zu vergessen sind hier auch die architektonischen und landschaftsbauerischen Einflüsse aus der spanischen, der österreichischen und der niederländischen Zeit in Belgien.