"Square" soll Messeindustrie ankurbeln

Nach drei Jahre langen Umbauarbeiten und mit einer spektakulären Eröffnungsshow um 20.09 Uhr am 20.09.2009 ist in Brüssel am Sonntagabend ein funkelnagelneuer Kongresspalast eingeweiht worden.
Der einstige "Congrespaleis" im Museumsviertel heißt jetzt neumodisch "Square - Brussels Meeting Centre" und soll jährlich 250.000 Besucher empfangen, die die Kongressinfrastruktur für Konferenzen, Versammlungen, Produktpräsentationen, Modeschauen Feiern, … nutzen.

In dem 55.000 m² großen Komplex sind vier verschiedene Auditorien mit 150 bis 1.200 Plätze vorgesehen, Sitzungssäle mit einem Gesamtvolumen von 13.000 m², ein Mehrzwecksaal von 4.000 m², …

"Apple Cube"

Prunkstücke sind die von Arno Quinze - seit der Heirat mit Barbara Becker auch in Deutschland ein Begriff - gestaltete "Panoramic Hall" und die restaurierten Wandfresken von Paul Delvaux, René Magritte und Louis van Lint.

Um Square in der Stadtlandschaft zu verankern, wurde vor dem Eingang ein gläserner Kubus aufgerichtet, der nicht zufällig an den "Apple Cube" der Fifth Avenue in Manhattan erinnert.

Obwohl der neue Kongresspalast die so genannte "Meeting Industry" in Brüssel wieder ankurbeln und in erster Linie ein internationales Kongress- und Messepublikum ansprechen soll, bemüht sich "Square" auch um die Gunst der Brüsseler.

Hell erleuchtet, auch aus Sicherheitsgründen, wird demnächst das Restaurant "Kwint" im Albertina-Park eröffnet. Es soll die größte Terrasse in der Innenstadt bieten.

"Meeting Industry"

Als der Kongresspalast vor sechs Jahren wegen dringend notwendiger Asbestsanierungen und Renovierungsarbeiten geschlossen wurde, entging dem Brüsseler Handel ein Umsatz (Hotelübernachtungen, Taxis, Gaststätten- und Restaurantgewerbe) von geschätzten 44 Millionen Euro.

Mit der Neueröffnung von Square sollen diese Verluste wieder wettgemacht werden. Für das erste Betriebsjahr kündigt die Gesellschaft bereits einen Umsatz von 10 Millionen Euro an, weit mehr als die 7,5 Millionen Euro, die im Business Plan verbucht sind.

Die wirtschaftlichen Erträge des neuen Komplexes werden auf zirka 60 Millionen Euro geschätzt.