Toter Walfisch in einer Schleuse entdeckt

Die Schifffahrtspolizei des Hafens von Antwerpen hat einen toten Wal - ein Finnwal - in der Berendrecht-Schleuse entdeckt. Das verendete Tier ist offensichtlich unbemerkt von einem Hochseefrachter in den Antwerpener Hafen geschleppt worden.
Der Finnwal ist etwa 12 Meter lang und seine Bergung dauert den gesamten Dienstag an. Allerdings beeinträchtigt der Tierkadaver die Schifffahrt im Hafen nicht. Der Zivilschutz und einige Universitätz-Institute entnahmen dem Walfisch einige Zellen zu Forschungszwecken. Zuerst ging man bei dem Kadaver von einem Buckelwal aus, doch Fachleute und Wissenschaftler stellten fest, dass es sich hierbei um einen Finnwall handelt.

Wahrscheinlich ist der Walfisch auf hoher See mit einem Frachter kollidiert. Nach Angaben der Schifffahrtspolizei hat der Frachter „Summer Flower“, der Früchte transportiert, den Walfisch vorne am Bug mit nach Antwerpen gebracht. Ob der Frachter selber oder ein anderes Schiff mit dem Tier kollidiert ist, bleibt unklar.

Die Lotsenboote, die die „Summer Flower“ über die Schelde nach Antwerpen begleiteten, hatten den Kadaver in der Fahrrinne zwischen Zandvliet und Berendrecht bemerkt und den Frachter und die Polizei benachrichtigt. Das Schiff war auf dem Weg in die Zandvliet-Schleuse, um dort festzumachen und seine Ladung zu löschen.