Belgien bemängelt Obamas Einsatz

Sowohl Außenminister Leterme, als auch Energieminister Magnette sind der Ansicht, dass US-Präsident Barack Obamas Vorhaben zur Zurückdrängung des CO2-Ausstoßes zu zaghaft sind. Obama hatte anlässlich der Klimakonferenz in New York kaum konkrete Vorstellungen zu diesem Thema.

Die belgische Bundesregierung ist mit drei Vertretern bei der Klimakonferenz in New York anwesend: Mit Bundesaußenminister Yves Leterme (CD&V) mit Bundesenergieminister Paul Magnette (PS) und mit Bundesentwicklungshilfeminister Charles Michel (MR).

Außenminister Leterme (Foto) zeigte sich zwar beeindruckt von der voluntaristischen Herangehensweise der Amerikaner an die Probleme der Umweltverschmutzung und des Klimaschutzes, doch er bedauerte, dass Präsident Obama und die US-Regierung versäumten, die mit stichhaltigem Zahlenmaterial zu unterstreichen.

Belgiens Energie- und Klimaminister Paul Magnette findet es schade, dass das amerikanische Staatsoberhaupt sich derart vorsichtig präsentiert. Magnette geht davon aus, dass es Obama derzeit nicht einfach im eigenen Land habe. Offenbar wolle er die öffentliche Meinung derzeit nicht mit noch einer unpopulären Baustelle belasten. Der Energieminister zeigte sich allerdings begeistert von einigen asiatischen Ländern – China, Japan und Indien, wo man sich für die Vorgaben der EU begeistern kann.

 

Vor der eigenen Türe kehren?

Belgiens Bundesminister für Entwicklungshilfe Charles Michel (MR) wartete in New York mit einem interessanten Ansatz zum Klimaschutz auf. Er gab an, dass der CO2-Ausstoß, der durch Flüge im Auftrag seines Ministeriums erfolgt, kompensiert werden wird.

Michel will deswegen in gleichem Umfang Klimaschutzprojekte in Belgien finanzieren. „Wir wollen damit ein Beispiel in Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Klimaveränderung geben.“, so der Minister in New York gegenüber belgischen und internationalen Medien.