Arcelor - Krisengarantie und grüner Strom

Der Stahlkonzern ArcelorMittal Belgium erhält Finanzhilfen aus Flandern, um weiter in ein Projekt investieren zu können, bei dem bei der Herstellung von Stahl entstehende Gase in umweltfreundlichen Strom umgewandelt werden.

Das Geld - 15 Millionen € - in Form einer Krisengarantie kommt vom belgischen Bundesland Flandern und wird von Gigarant NV, einer Tochtergesellschaft der flämischen Beteiligungsgesellschaft „Participatiemaatschappij VLaanderen (PMV)“, bereit gestellt.

Dies ist das erste Mal, dass Gigarant NV ein solches Garantiedossier abschließt.

Ursprünglich hatte der internationale Stahlriese ArcelorMittal schon 2008 beschlossen, Investitionen für das Jahr 2009 auf ein Minimumm zurückzuschrauben. Doch am Arcelor-Standort Gent hatte der Konzern bereits mit dem Bau einer Gas-Konvertierungs-Anlage begonnen, aus der brennbares Gas in umweltfreundlichen Strom umgewandelt werden kann.

Arcelor gestand Gent trotz der weltweiten Stahlkrise zu, diese Anlage fertig zu stellen, wenn dafür lokal oder regional Finanzhilfen für gefunden werden können. Diese Finanzierung wurde bei der französisch-belgischen Finanzgruppe PNB Paribas Fortis gefunden, die ihrerseits die Krisengarantie aus der flämischen Landeskasse besorgte.
 

Weitere Garantiedossiers in Arbeit

Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) gab an, dass derzeit mehrere weitere ähnliche Krisengarantien vorbereitet würden.

In einigen Fällen, zum Beispiel bei Volvo Belgium (Foto, ebenfalls in Gent), habe die Landesregierung bereits grünes Licht geben können.

Hier laufen die Verhandlungen zwischen Gigarant NV und Kreditgebern bereits auf vollen Touren, so Landeschef Peeters.