Berühmtes Magritte-Gemälde geraubt

Am Donnerstagmorgen haben zwei Unbekannte das Magritte-Museum im Brüsseler Stadtteil Jette überfallen. Dabei bedrohten sie die fünf im Gebäude anwesenden Personen mit einer Waffe, nahmen zielgerichtet das Gemälde „Olympia“ von René Magritte mit und verschwanden wieder.

Die beiden Unbekannten waren bewaffnet und wussten offenbar genau, wonach sie suchen mussten. Sie flohen mit dem geraubten Gemälde zu Fuß aus dem Gebäude in Richtung Stadtteil Laken.

Die fünf Personen, die sich zum Zeitpunkt des Überfalls im Gebäude befanden, konnten der Polizei dabei helfen, Fahndungsbilder anzufertigen, denn die Verbrecher waren nicht maskiert.

Das Magritte-Haus in Jette, einem Stadtteil der belgischen Hauptstadt Brüssel, ist ein geschlossenes Haus und kein Museum im eigentlichen Sinne.

Um die dortige Sammlung des weltberühmten belgischen Surrealisten René Magritte (1898 - 1967, Foto) zu sehen, muss man sich vorher anmelden, was die beiden Kunsträuber telefonisch auch getan haben.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich fünf Personen im Haus, drei Personalmitglieder und zwei Besucher, die sich ebenfalls für eine Führung angemeldet hatten.
 

Kunstraub auf Bestellung?

Bei dem Überfall wurde das Gemälde „Olympia“ aus dem Jahr 1948 gestohlen, ein einmaliges und weltbekanntes Bild, das unmöglich auf dem legalen Kunstmarkt verkauft werden kann.

Nach Angaben der Ermittler wurde das Gemälde wohl auf Bestellung gestohlen, denn danach sah der offensichtlich gut vorbereitete aber einfach durchzuführende Überfall aus.

Das Gemälde an sich hat einen Wert, der auf 700.000 € beziffert werden kann. Möglicherweise ist es auch noch teurer, aber es ist sehr schwierig, den Wert eines solchen Gemäldes zu schätzen und festzulegen.