Manager-Abfindungen werden gedeckelt

Börsennotierte Unternehmen dürfen ihren Managern nicht mehr unbegrenzt Bonuszahlungen oder hochdotierte Abfindungsprämien zukommen lassen. Solche Zahlungen sind ab jetzt in zeitliche Begrenzungen aufgesplittet.

Die belgische Bundesregierung schrieb in ihren „corporate governance“ genannten Gesetzesvorschlag hinein, dass variable Vergütungen - sprich Bonuszahlungen, Abfindungen und so genannte „Goldene Händedrucke“ - in Zukunft nur noch zeitlich begrenzt ausgezahlt werden dürfen.

Konkret heißt dies, dass ein Manager nach einem Jahr maximal die Hälfte seiner Abfindungen ausbezahlt bekommt. Der  Rest soll erst nach zwei bis drei Jahren fällig werden, wenn seine Managmententscheidungen sich langfristig als richtig und profitabel herausgestellt hat.

Überdies sollte in den Arbeitsvertrag des jeweiligen Managers eine so genannte „claw back“-Klausel eingebracht werden, nach der eine Abfindung zurückverlangt werden darf, wenn der oder die Betroffene ihre erwarteten oder vereinbarten Ziele nicht erreicht hat.

Auch den so genannten  „Goldenen Händedrucken“ wird in Belgien ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben. Eine solche Vergütung bei Entlassung oder Vertragsende darf nur noch 12 Monatsgehälter umfassen und muss von einer Aktionärsversammlung angenommen werden.