Chaos am Brüsseler Flughafen

Ein spontaner Streik der Brüsseler Fluglotsen sorgte am Freitagabend am Brüsseler Flughafen in Zaventem und auf den verschiedenen Regionalflughäfen für Chaos. Im Laufe der Nacht normalisierte sich die Lage dann wieder.

Um 18.00 Uhr Freitagabend traten in Zaventem die Fluglotsen unangekündigt in den Streik und dies bis 20.00 Uhr.

Dadurch brach über Belgien der gesamte Flugverkehr zusammen. Dies auch weil sich die Fluglotsen auf den Regionalflughäfen dem Arbeitskampf anschlossen. Auch in Charleroi und Lüttich ging nichts mehr.

Für tausende Fluggäste kam dieser Streik völlig überraschend. Viele Flüge wurden abgesagt oder es mussten lange Wartezeiten in Kauf genommen werden. Das dauerte fast bis Mitternacht.

Die Gewerkschaften begründeten den Streik mit akuten Personalengpässen, die zur Folge hätten, dass die Fluglotsen völlig überarbeitet seien. Obschon es gegen die Dienstvorschriften verstoße, müssten manche Fluglotsen zwölf Tage hintereinander arbeiten. Die Probleme würden noch verschärft, weil sich immer mehr Fluglotsen krank melden.

Am Freitagabend herrscht am Brüsseler Flughafen immer Hochbetrieb, weil dann sehr viele Ausländer übers Wochenende nach Hause fliegen. Die Fluglotsen kündigten für die kommende Woche weitere Arbeitsniederlegungen an.