Fauler Fisch für Shell

Die Umweltverschmutzung, die der Erdölkonzern Shell im Niger-Delta anrichtet, wird von Amnesty International als schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte bezeichnet. Aus diesem Grund protestiert die Menschenrechtsorganisation vor dem Hauptsitz von Shell.

Amnesty International verteilt an diesem Mittwoch faulen Fisch an die Mitarbeiter von Shell. Diese erhalten ebenfalls ein Exemplar des Berichts "Petroleum, Pollution and Poverty".

Die Menschenrechtsorganisation will mit dieser Aktion die Aufmerksamkeit auf die Auswirkungen der Shell-Aktivitäten für die lokale Bevölkerung im Niger-Delta haben.

"Das Wasser, das die Bevölkerung trinkt, ist nicht trinkbar, der Fisch nicht essbar und die Luft, die die Menschen einatmen, schwer verseucht", so Lore Van Welden von Amnesty. Zusammen mit den nigerianischen Behörden ist Shell für die schweren Umweltprobleme im Niger-Delta verantwortlich.

 

 

Hundert Tage für Peter Voser

Der neue Shell-Vorstandsvorsitzende Peter Voser ist am 1. Juli angetreten. Amnesty hatte ihm damals einen Bericht über die Umweltverschmutzung im Niger-Delta überreicht und ihn gebeten, die Ursachen zu beheben und die Bevölkerung innerhalb von 100 Tagen über die Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten zu informieren.

Mit ihrer Aktion will die Organisation Voser daran erinnern, dass sein Termin innerhalb einer Woche verstreicht.