Belgierin eine Woche lang in Kenia entführt

In Kenia ist eine Frau aus Belgien entführt und eine Woche lang festgehalten worden. Offenbar wurde sie von Kriminellen als Geisel gehalten. Inzwischen ist sie wieder frei, wie die Staatsanwaltschaft in Brüssel bekannt gab.

Die Betroffene, die 44jährige Architektin Marianne Lateste aus Brügge, lebt bereits seit 15 Jahren in dem afrikanischen Land, das von Touristen (Foto) gerne besucht wird. Sie wurde am 19. September entführt und vor einigen Tagen wieder freigelassen.

Um das Leben der Entführten nicht in Gefahr zu bringen, wurde der Fall vor den Medien in Kenia und auch in Belgien geheim gehalten.

Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft wurde die Frau bei hellichtem Tag aus ihrem Auto gezerrt, in ein anderes Fahrzeug versteckt und mit zwei weiteren entführten Frauen festgehalten. Dabei soll sie auch geschlagen und misshandelt worden sein. Mehrmals ist sie direkt mit einer Waffe bedroht worden.

Die Entführer verlangten offenbar 10 Millionen € Lösegeld, die die Familie der Entführten teilweise auch bezahlt hat. Am vergangenen Wochenende wurde Marianne Lateste freigelassen. Sie will so schnell wie möglich nach Belgien zurück kommen.

Am Mittwoch konnten einige Bandenmitglieder von der kenianischen Polizei verhaftet werden. Bei einer Schießerei mit den Geiselnehmern kamen drei der Verbrecher ums Leben.

Das belgische Außenamt rät Touristen aus Belgien zu großer Vorsicht bei Reisen nach Kenia.