UEFA: Rekordbuße für AA Gent

Der belgische Erstligaverein AA Gent ist von der UEFA zu einer Geldbuße von 30.000 € verurteilt worden. Die Fans des Vereins hatten den deutschen Schiedsrichter des Europa League-Spiels gegen AS Roma nach einer Roten Karte für einen Gent-Spieler aufs Übelste beschimpft.

Nach der Roten Karte für Suler während des Europa League-Spiels von AA Gent gegen AS Roma beschimpften die Fans der Gastgebermannschaft Schiedsrichter Manuel Gräfe sogar als „Gestapo“.

Zudem warfen sie alle möglichen Gegenstände aufs Spielfeld, so dass der deutsche Unparteiische kurz davor stand, die Partie abzubrechen.

Kurz zuvor hatte Gent-Spieler Marko Suler (Archivfoto) nach einem Foul Gelb gesehen. Doch dies quittierte der Slowene mit ironischem Applaus in Richtung Schiedsrichter Gräfe, was der mit Rot belohnte.

Die Situation entstand kurz vor der Halbzeitpause und während die Mannschaften in der Kabine saßen, brach auf den Tribünen der AA Gent-Fans die Hölle los. Vereinsvorsitzender Ivan De Witte musste den Fans vor dem Anpfiff der zweiten Spielhälfte gut zusprechen, doch es wurde schlimmer.

Letztendlich verlor AA Gent gegen AS Roma mit 1:7 und Schiedsrichter Gräfe zeigte sich nicht von seiner gewohnt perfekten Seite. Mehrere Freistöße und ein Strafstoß von Totti und Co. konnten zumindest als fragwürdig bezeichnet werden.

Hohes Bußgeld - AA Gent geht in Berufung

Für ihr negatives Fanverhalten muss die belgische Erstligamannschaft AA Gent den europäischen Fußballverband UEFA 30.000 € Bußgeld bezahlen - die höchste Strafe, die im belgischen Fußball jemals gezahlt werden musste.

Doch AA Gent geht gegen die Höhe der Strafzahlung bei der UEFA in Berufung. Das Strafe gezahlt werden musste, war dem Verein und Präses Ivan De Witte (Foto) klar, doch die letztendliche Höhe wird hier nicht akzeptiert.

„Das Verhältnis zwischen den Vorkommnissen und der Strafe stimmt nicht überein. Es ist logisch, dass wir dafür bestraft werden, weil Fans Gegenstände auf Spielfeld geworfen haben und weil der Schiedsrichter mit bösen Sprechchören aufs Korn genommen wurde. Doch als Veranstalter haben wir alles unternommen, damit das Spiel weitergehen konnte und wir haben selbst dafür gesorgt, dass eine Eskalierung der Situation ausgeblieben ist.“, so Ivan de Witte bei Radio 2 (VRT).